Laubholz für klimafähigen Holzbau bestätigt

Rückenwind für stärkere Nutzung heimischer Laubhölzer im Bauwesen
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Die verstärkte Nutzung heimischer Laubhölzer wird von Fachleuten aus Forstwirtschaft, Holzverarbeitung, Bauwesen, Forschung und Verwaltung als wichtiger Zukunftsschritt für den Holzbau bewertet. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage unter den Teilnehmenden des ersten Laubholzforums, das vom Holzhaushersteller Baufritz initiiert und gemeinsam mit C.A.R.M.E.N. e.V. letzten November durchgeführt wurde.

Die Veranstaltung brachte erstmals Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen, um die Perspektiven von Laubholz im Bauwesen vor dem Hintergrund des fortschreitenden Waldumbaus und der Anforderungen des Klimaschutzes zu diskutieren.

Die Umfrage zeigt eine breite inhaltliche Übereinstimmung: Nahezu alle Befragten sehen in der verstärkten Nutzung von Laubholz einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz sowie zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten – vom Wald über die Verarbeitung bis zur baulichen Anwendung. Laubholz wird damit zunehmend als wichtiger Bestandteil einer Bauweise verstanden, die auf langfristige Ressourcensicherheit und ökologische Verantwortung ausgerichtet ist.

„Als Holzbauunternehmen tragen wir Verantwortung dafür, den Baustoff Holz im Einklang mit den natürlichen Veränderungen unserer Wälder weiterzuentwickeln“, sagt Dagmar Fritz-Kramer, Geschäftsführerin von Baufritz. „Das Laubholzforum hat gezeigt, wie groß die Bereitschaft in der Branche ist, diese Zukunftsaufgabe gemeinsam anzugehen. Für uns war es ein wichtiger Impuls, den Dialog zu stärken und neue Perspektiven für einen klimafähigen Holzbau zu eröffnen.“

Hintergrund dieser Entwicklung ist der tiefgreifende Wandel der Wälder. Durch den klimabedingten Umbau hin zu stabileren Mischwäldern wird der Anteil von Laubhölzern künftig deutlich steigen. Ihre verstärkte stoffliche Nutzung im Bauwesen eröffnet die Chance, diese natürliche Entwicklung aktiv aufzugreifen: Kohlenstoff kann langfristig gebunden, fossile Rohstoffe ersetzt und regionale Stoffkreisläufe gestärkt werden. Der Holzbau wird damit zu einem zentralen Bestandteil einer klimafähigen und biobasierten Bauweise.

Die Rückmeldungen aus dem Forum zeigen zugleich, dass dieser Wandel gezielt gestaltet werden muss. Die Teilnehmenden betonen insbesondere den Bedarf an weiterem Wissenstransfer, an praktischen Erfahrungen sowie an innovationsfördernden Rahmenbedingungen. Angepasste Zulassungsverfahren, gezielte Fördermaßnahmen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Industrie und Baupraxis gelten als entscheidend, um neue Anwendungen schneller in die Praxis zu bringen und Planungssicherheit zu schaffen.

Das erste Laubholzforum markiert damit einen wichtigen Schritt, um die zukünftige Rolle von Laubholz im Bauwesen frühzeitig und branchenübergreifend zu diskutieren. Auf Initiative von Baufritz entstand erstmals ein strukturierter Dialograum, in dem zentrale Fragen zur Weiterentwicklung des Holzbaus im Kontext von Klimawandel und veränderten Rohstoffgrundlagen gemeinsam betrachtet wurden. Das nächste Laubholzforum ist für Herbst/Winter 2026 geplant.

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