Beim Hausbau mehr Förderung sichern mit einem einfachen Kniff: Warum sich der Erhalt des Kellers lohnen kann
Wer heute ein altes Haus kauft, denkt oft zuerst an den kompletten Abriss und einen Ersatzneubau. Genau hier kann jedoch ein entscheidender Fehler liegen. Denn: Nichts ist nachhaltiger, als Bestehendes weiter zu nutzen. Und: Wer nicht alles abreißt, sondern Teile des Bestands – etwa den Keller – erhält, kann deutlich besser von staatlicher Förderung profitieren.
Ein Bauherrenpaar aus Rheinland-Pfalz hat genau diesen Weg gewählt – und zeigt, wie sich dadurch finanzielle, rechtliche und gestalterische Vorteile kombinieren lassen.
Der entscheidende Unterschied: Neubau vs. Bauen im Bestand
Auf dem Grundstück stand ein Fertighaus aus den 1970er-Jahren – klein, mit niedrigen Decken. Die Bauherren fürchteten, es könnte schadstoffbelastet sein. Sie entschieden sich deshalb gegen einen Erhalt.
Statt jedoch alles abzureißen, wurde geprüft: Ist der Keller noch nutzbar?
Die Antwort: ja.
Die Konsequenz:
• Das Haus wurde abgerissen
• Der Keller blieb erhalten
• Darauf entstand ein komplett neues Haus
Das Ergebnis ist baurechtlich entscheidend: kein Neubau, sondern eine „Sanierung eines Einfamilienhauses“, in diesem Fall ein Ersatzneubau auf bestehender Bodenplatte.
Konkreter Vorteil #1: Bessere Fördermöglichkeiten
Durch diese Einordnung konnten Förderprogramme genutzt werden, die beim Neubau so nicht möglich gewesen wären.
Im konkreten Fall:
• BAFA-Förderung für Einzelmaßnahmen
• rund 10 % Zuschuss auf die Bausumme (abhängig von Maßnahme, Programm und individueller Ausgangslage)
Wichtig dabei: Förderungen im Bestand sind aktuell oft attraktiver und leichter zugänglich als im Neubau.
Konkreter Vorteil #2: Bauen wie zuvor – auch im Außenbereich
Ein oft unterschätzter Punkt:
Durch den Erhalt des Kellers kann das ursprüngliche Baurecht gegebenenfalls bestehen bleiben.
Das bedeutet:
• Es darf wieder in ähnlichen Dimensionen gebaut werden wie zuvor
• Auch in Lagen, in denen ein kompletter Neubau heute nur schwerlich oder gar nicht mehr genehmigt würde (z. B. Außenbereich)
Ohne diesen Kniff wäre das Projekt so vermutlich gar nicht möglich gewesen.
Konkreter Vorteil #3: Maximale Gestaltungsfreiheit trotz Bestand
Anders als bei klassischen Sanierungen mussten die Bauherren nicht mit dem arbeiten, was da ist.
Denn:
• Das alte Haus wurde komplett entfernt
• Das neue Haus konnte auf Basis der vorherigen Dimensionen frei und individuell geplant werden.
Entstanden ist ein modernes Holzhaus mit:
• großen Fensterflächen
• klarer, reduzierter Architektur
• optimal genutzten Grundrissen
• zusätzlichem Raum im bestehenden Keller, den der Bauherr heute als Musikprobenraum nutzt
Gefühlt wohnen die Bauherren in einem Neubau. Rechtlich und fördertechnisch handelt es sich um eine Sanierung.
Warum ein Holzhaus – und warum Baufritz?
Die Entscheidung für ein Holzhaus traf die Familie ganz bewusst.
Die Vorteile des Bauens mit Baufritz hat die Bauherren überzeugt:
• das gesunde Wohnklima
• die Energieeffizienz
• der nachhaltige Baustoff
Für die Umsetzung fiel die Wahl auf Baufritz – vor allem wegen:
• hoher Kostentransparenz
• schneller und flexibler Planung
• verlässlicher Umsetzung individueller Wünsche
Gerade bei einem Projekt mit Bestand (Keller) und Neubau (Haus) ist diese Planungssicherheit entscheidend.
Ohne Experten kein Erfolg: Die Rolle des Energieberaters
Der Zugang zur Förderung stand und fiel mit der richtigen Beratung.
Wichtigstes Learning der Bauherren: Frühzeitig einen Energieberater einbinden – und zwar einen mit Erfahrung im Bestand.
Denn er muss beurteilen können:
• Ist der Teilerhalt (z. B. Keller) sinnvoll?
• Welche Maßnahmen sind förderfähig?
• Wie entsteht ein stimmiges Gesamtkonzept?
Im Projekt wurde genau so vorgegangen – und erst dadurch die Förderung optimal genutzt.
Fazit: Kleiner Unterschied, großer Effekt
Dieses Beispiel zeigt sehr konkret: Wer nicht alles abreißt, kann deutlich mehr herausholen.
Der Erhalt des Kellers ermöglicht:
• bessere Förderung
• flexiblere Genehmigung
• individuelle Planung wie beim Neubau
Für Bauherren bedeutet das:
Unbedingt prüfen, welche Teile eines Bestandsgebäudes erhaltenswert sind.
Denn genau darin kann der Schlüssel liegen – zu mehr Förderung, mehr Möglichkeiten und am Ende zum besseren Haus.
Wen fragen, wenn ich einen Energieberater mit Erfahrung im Bestand suche?
Bauherren, die sich für Baufritz entscheiden, können sich für Energieberatung und Antragstellung in Hinblick auf eine Förderung auf die Expertise von Kurt Vöhringer, zertifizierter Energieberater, verlassen. Er übernimmt auch die Erstellung eines sogenannten iSFP. Dieser Individuelle Sanierungsfahrplan ist ein staatlich gefördertes Beratungsinstrument für Hausbesitzer, das von Energieeffizienzexperten erstellt wird. Er bietet eine maßgeschneiderte, langfristige Strategie zur energetischen Modernisierung. Die Vorteile umfassen 5 % Bonus bei der Förderung, erhöhte maximale Investitionskosten (60.000 €/WE) und 15 Jahre Gültigkeit.
Kontakt:
Kurt Vöhringer
Tel. +49 (0) 8336 - 900 560
Mobil +49 (0) 1512 1496609
kurt.voehringer@baufritz.de
Altbestand der Bauherren