Kundengeschichte Schweiger
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Kundengeschichte Schweiger

Schön Wohnen ohne Barriere

Im Jahr 2017 lebten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 9,4 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland – Tendenz steigend. Eine davon ist Karoline Schweiger. Die damals selbstständige Physiotherapeutin in Kitzingen erhielt 2009 die Diagnose, dass sie unheilbar an Multiple Sklerose erkrankt ist. Ihr altes Haus konnte sie zusammen mit ihrem Mann Albert nicht behindertengerecht umgestalten. Deshalb beschlossen beide, neu zu bauen. In Niederbayern, nordöstlich von Passau, fanden sie ein 900 Quadratmeter großes Grundstück. Für beide kam nur der baubiologische Ökohaus-Experte Baufritz infrage. Wir haben mit beiden ein ausführliches Interview geführt.
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Sie lebten in einem eigenen Haus in Franken. Die meisten Menschen versuchen, ihr bisheriges Zuhause behindertengerecht umzugestalten. Ging das bei Ihnen nicht?

Karoline Schweiger: Wir wollten einen Treppenlift einbauen. Leider war das Treppenauge zu klein. Man hätte alle Stufen kürzen müssen und die bauliche Situation wäre nicht ideal gewesen. Die Alternative wäre ein Aufzug gewesen, den man außen an der Giebelseite hätte montieren müssen, aber das wäre sehr teuer geworden.
 
Warum haben Sie sich für Baufritz entschieden?

Karoline Schweiger: Ich wollte ein Holzhaus bei dem ich sicher bin, dass nur emissionsgeprüfte Baustoffe eingesetzt werden. Alles was mich nicht belastet, ist gut für mich. Ich muss mit meinen Kräften haushalten, denn ich brauche sie, um die Krankheit in Schach zu halten.
Was ist in Ihrem neuen Haus eine besondere Erleichterung?

Karoline Schweiger: Für mich sind viele Dinge wesentlich einfacher geworden. Weil mein Mann und ich auf einer Ebene wohnen, habe ich Selbstständigkeit und Freiheit zurückgewonnen. Ich habe jetzt wieder eine viel bessere Lebensqualität. In unserem alten Haus waren Waschmaschine und Trockner zum Beispiel im Keller, hier befinden sich beide Geräte im Hauswirtschaftraum gleich neben dem Eingang. Backofen und Dampfgarer kann ich bequem im Sitzen bedienen oder am kleinen Ecktisch Vorbereitungsarbeiten für das Essen erledigen.
 
Sie haben den Grundriss gemeinsam mit einem Architekten  von Baufritz entwickelt. Worauf haben Sie besonderen Wert gelegt?

Albert Schweiger: Schon der zweite Entwurf entsprach unseren Vorstellungen. Wichtig: Für einen Rollstuhl müssen die Laufwege und Türen deutlich breiter sein. Die Hauseingangstür misst zum Beispiel 1,45 Meter. Zusätzlichen Komfort bietet ein elektrischer Türöffner, die wir unbedingt haben wollten. Die schwellenarme Hebe-Schiebeanlage zur Terrasse ist sehr angenehm und lässt sich leicht überwinden. So können wir beide ohne Stolperfalle raus in den Garten. Neben dem Bett ist ausreichend Platz, um mit dem Rollstuhl wenden zu können.
kundengeschichte maier - die familie
Die Deutschen verbringen etwa 45 Minuten pro Tag im Bad. Was ist bei einer behindertengerechten Planung zu beachten?

Karoline Schweiger: Waschbecken und Toilette sollten höhenverstellbar sein. Auch die Dusche muss so groß sein, dass sie mit einem Rolli befahrbar ist. Selbstständig aufstehen und mich setzen geht bei mir noch. Über die gemauerte Sitzbank bin ich besonders froh, weil ich mich hier in Ruhe ohne Hilfe eincremen kann.
 
Ein Grundriss-Entwurf  und Einbauten, die Ihnen auf lange Zeit eigenständiges Wohnen ermöglichen, standen auf Ihrer Prioritätenliste ganz oben. Unabhängigkeit war der Leitgedanke bei Ihrem innovativen Strom-/Heizsystem, das Sie selbst entdeckt haben. Wie funktioniert es?

Albert Schweiger: Unsere große 17-KW-Photovoltaikanlage produziert deutlich mehr Strom als die Familie verbraucht. Durch den ergänzend aufgestellten Batteriepufferspeicher haben wir eine Autarkiequote von über 80 Prozent. Der Clou ist aber ein Langzeitwärmespeicher der Firma Deematrix, der unter dem Haus liegt. Überschüssige Solarthermie wird bei uns im Sommer vom Dach in das Erdreich unter die Bodenplatte geführt, um es zu erwärmen. Mit diesem Wärmedepot kann die Wärmepumpe im Winter sehr viel effektiver betrieben werden. Das innovative System aus vielen Bausteinen generiert so viel mehr CO2-neutrale Energie, als wir verbrauchen!