BAUFRITZ - Der Ökohaus-Pionier seit 1896

 

HOIZ

Die patentierte ökologische Dämmung


HOIZ wurde vor fast 20 Jahren im Hause Baufritz von Seniorchef Hubert Fritz entwickelt. Seitdem wurde der Dämmstoff aus Hobelspänen gemeinsam mit Experten verschiedenster Institutionen wie z. B. der FH Rosenheim, der TU München (Holzforschung München), der Materialprüfanstalt NRW oder des Forschungsinstituts für Wärmeschutz FIW München geprüft und erforscht. Kontinuierlich weiter optimiert hat sich der Dämmstoff HOIZ mittlerweile in über 3.500 von Baufritz errichteten Gebäuden bewährt. Seit 2012 ist er als einziger nachhaltiger Bio-Dämmstoff Cradle to Cradle-Gold zertifiziert. Er ist vom Institut für Baubiologie + Ökologie Neubeuern IBN baubiologisch geprüft und zertifiziert und wurde mit dem IBN-Qualitätssiegel ausgezeichnet.
 
Ein wichtiger Pluspunkt der HOIZ-Bio-Dämmung ist, dass die benötigten Materialien nicht erst zum Herstellungsort transportiert werden müssen. Denn der Grundstoff, die Späne als Holzwertstoff, sind bereits vor Ort. Sie fallen bei der Hobelung verschiedener Weichholzarten in unserer Produktion in Erkheim an. Verwendet werden vor allem Fichte, Tanne und Kiefer in reiner Sortierung. Ein Teil der Späne wird außerdem von Hobelwerken aus der Region zugekauft.
 
Feinteile werden vor der Veredelung ausgesiebt. Die Behandlung der Maschinen-Hobelspäne erfolgt mit reiner Molke (Brandverhalten) und wenigen Prozent Soda-Laugenzusatz (Pilzbefall). Eine umweltfreundliche Entsorgung ist so gewährleistet. Eingebracht wird diese High-Tech-Dämmung dicht, setzungsfrei und durch automatische Befüllung und Verdichtung äußerst schnell. Dies geschieht mit eigens entwickelten Befüllanlagen.
 
Die naturverträglichen Zusätze ergeben eine günstige Entsorgungssituation. Bei der Energiebilanz schlagen ca. 30 KWh je m³ eingebauten Dämmstoffs zu Buche. Auch der Energieverbrauch bei der Herstellung ist denkbar gering. Hier muss z. B. nur 1/20 der Energie für die Herstellung von Styropor aufgebracht werden. Sehen lassen kann sich auch die Wärmeleitfähigkeit mit λR = 0.049 W/(m·K).
 
 
 

Datenblatt HOIZ

Die Wärme- und Schalldämmung aus Hobelspänen


Grundstoff:

  • naturbelassene Holzspäne aus Fichten-, Tannen- und Kiefernholz


Schutzausrüstung:

  • geringe Zugabe von Soda und naturbelassener Frischmolke


Bauphysik:

  • Wärmeleitfähigkeit nach DIN E ISO 10456: λD = 0.047 W/(m*K)
  • Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit: λR = 0.049 W/(m*K)
  • Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl: µ = 2
  • Deutsche Brandschutzklasse nach DIN 4102 T.1: B 2 (normalentflammbar)
  • Europäische Brandschutzklasse nach EN 13501-1: E
  • hygroskopische Gleichgewichtsfeuchte (23°C/80%): 13%
  • pH-Wert: ca. 9
  • Sommerlicher Wärmeschutz/Phasenverschiebung: 14 h (Außenwand von Baufritz)
  • Spezifische Wärmespeicherkapazität C: O,58 Wh/kg*K bzw. 2100 J/kg*K

Zulassungen und Zertifikate:
  • bereits seit 1993 in Deutschland baurechtlich zugelassen vom DIBt Berlin (Z-23.16.1657)
  • seit 2007 europaweit zugelassen mit Europäisch Technischer Zulassung (ETA-07/0085)
  • güteüberwacht durch Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München
  • seit 2002 zertifiziert mit natureplus-Label No. 0108-0206-006-1
  • seit 2012 als einziger nachhaltiger Bio-Dämmstoff Cradle to Cradle-Gold zertifiziert
  • seit 2012 von der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) für die Verwendung in der Schweiz als schwer brennbarer Dämmstoff zugelassen

Beständigkeit:

  • Setzungsverhalten: Setzungssicherheit geprüft nach ISO/CD 18393 durch das Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen
  • Pflanzliche Schädlinge: HOIZ ist dauerhaft wirksam gegen Pilzbefall geschützt Schimmelpilzbeständigkeit geprüft am Institut für Holztechnologie Dresden
  • Tierische Schädlinge: ein tierischer Schädlingsbefall wird nach DIN 68800/ T2 durch insektenundurchlässige Bekleidungen ausgeschlossen


Baubiologie und Emissionen:

  • Staub: Die ausgesiebten Späne sind werksseitig entstaubt. Bei der Verarbeitung von Hand ist ein Staubschutz zu tragen. Der bei der automatischen Verarbeitung entstehende Reststaub wird durch eine eigens entwickelte Einrichtung abgesaugt. Emissionen aus der fertigen Wand sind nicht zu erwarten.
  • Imprägnat: Keine gesundheitsbedenklichen Emissionen für die Bewohner durch die Imprägnierung Frischmolke und Soda
  • Baubiologisch geprüft und zertifiziert vom Institut für Baubiologie + Ökologie Neubeuern IBN

Ökologie:
  • Recyclefähigkeit: ohne Einschränkung restfrei wiederverwendbar, thermische Verwertung oder natürliche Kompostierung problemlos möglich
  • Auszeichnung: ÖKO-TEST empfehlenswert (1995), Holzkreativ-Preis 2001 (BUND und Holzabsatzfond), Bayerischer Qualitätspreis 2003
  • Energiebedarf: für die Herstellung nur 14 kWh/m³ loser Dämmstoff
  • Klimaschutz: ein Kubikmeter verbauter Hobelspandämmstoff speichert ca. 50 kg CO2


Folgende Patente sind bereits erteilt:

  • Patentiertes Verfahren zur Herstellung einer Isolierung für Bauwerke, Nr. P 4010538 C1/23.5.91 (damals noch mit Molke-Bor)
  • Patentierte Wandisolierung für Holzhäuser und Verfahren zu dessen Herstellung (Späne-Wasserglas) Nr. DE 3625405 C2/23.11.89
  • Patentiertes Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von staubbeladener Abluft (Luftfilter und Molke) Nr. DE 4017844 A1/5.12.91.

Zwei weitere Patente sind angemeldet.